Offensichtliche Vorurteile bei US-Kindern angesichts von Rasse und Geschlecht

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Inhaltsverzeichnis

Erschreckender Rassen- und Geschlechterbias schon bei Vierjährigen

In einer bahnbrechenden Studie der Northwestern University konnte ein Bias, also eine verzerrte Wahrnehmung, bei vierjährigen Kindern im Hinblick auf Rasse und Geschlecht nachgewiesen werden. Die Wissenschaftler analysierten dabei die Reaktionen der Kinder auf Bilder von anderen Kindern, die sich hinsichtlich ihrer Rasse – Schwarz und Weiß – und ihres Geschlechts – Mädchen und Jungen – unterschieden.

Verzerrte Wahrnehmung bei Vierjährigen

Die Studienergebnisse sind alarmierend: Obwohl Vierjährige generell positiv auf andere Kinder reagieren, war ihre Reaktion auf schwarze Jungen deutlich weniger positiv als auf Kinder aller anderen Gruppen – schwarze Mädchen, weiße Jungen und weiße Mädchen. Dieses Muster, eine Parallele zu schädlichen Verzerrungen bei Erwachsenen, wurde sowohl bei weißen als auch bei nicht-weißen Kindern beobachtet und steht in keiner Verbindung zur Vielfalt im Umfeld der Kinder.

Frühestes Beweismaterial für gesellschaftliche Verzerrungen

„Diese Ergebnisse fördern unser Verständnis der Ursprünge von sozialem Bias“, sagt Danielle Perszyk, die leitende Autorin der Studie. „Sie demonstrieren die beeindruckende Sensibilität junger Kinder für die Interaktionen, die sie in ihrer Umgebung beobachten.“

 

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Fragen zur Weiterentwicklung der Forschung

Die Erkenntnisse weisen auf noch offene Fragen hin. Um zu verstehen, wie soziale und kulturelle Umgebungen die Verzerrungen, die Kinder entwickeln, beeinflussen, muss erforscht werden, wie diese Verzerrungen in unterschiedlichen rassischen, ethnischen und demografischen Gruppen entstehen.

Zügige Bearbeitung notwendig

Der Entschluss, Vorschulkinder zu untersuchen, fiel den Forschern nicht schwer. Sandra Waxman, Seniorautorin der Studie, erklärte, dass gerade die Vorschuljahre entscheidend sind, weil Kinder in diesem Alter beginnen, weitreichend mit anderen Menschen außerhalb ihrer Familie und engen Freunde zu interagieren. Dadurch können sie soziale Verzerrungen in ihren Gemeinden beobachten.

Methode der Studie

Für die Studie haben die Forscher eine klassische Aufgabe zur Messung von implizitem Bias modifiziert, um sie auf vierjährige Kinder anzuwenden. Die rassische Zusammensetzung der teilnehmenden Kinder entsprach der in ihrer Gemeinde.

Cruciale neue Fragen

Die Arbeit wirft wichtige neue Fragen auf. „Es wird wichtig sein, die empirische Basis zu erweitern, indem mehr Kinder aus unterschiedlichen rassischen, kulturellen und sozioökonomischen Hintergründen einbezogen werden und indem der Entstehungsprozess von sozialem Bias in Gemeinschaften untersucht wird, in denen Rasse, Mehrheitsstatus und sozialer Status weniger eng miteinander verbunden sind“, sagt Perszyk. Aussagen, die Waxman zustimmend unterstreicht.

Ergebnisse der Studie

Die detaillierten Ergebnisse der Studie wurden am 24. Januar im Journal Developmental Science veröffentlicht. Mitautoren der Studie sind neben Perszyk und Waxman auch Ryan Lei von der New York University, Galen Bodenhausen von der Northwestern University und Jennifer Richeson von der Yale University.

 

Quelle: Northwestern

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