Alles über Geplanter Kaiserschnitt: Gründe, Ablauf und Vor- und Nachteile

Inhaltsverzeichnis

Wenn du nach Informationen über den geplanten Kaiserschnitt suchst, bist du hier genau richtig. Vielleicht hast du bereits dein erstes Kind auf natürlichem Wege entbunden und möchtest nun das zweite Mal einen Kaiserschnitt planen. Oder du bist unsicher, ob ein geplanter Kaiserschnitt für dich und dein Baby die beste Option ist.

Wusstest du, dass in Deutschland mittlerweile fast jedes dritte Kind per Kaiserschnitt auf die Welt kommt? Obwohl diese Operationsmethode mittlerweile sehr verbreitet ist, gibt es immer noch viele Fragen und Vorurteile rund um den geplanten Kaiserschnitt. In diesem Artikel erfährst du alles Wissenswerte über den geplanten Kaiserschnitt, von den verschiedenen Arten bis hin zu den Risiken und Vorteilen.

Kurz erklärt: Was du über das Thema wissen musst

  • Ein geplanter Kaiserschnitt kann aus medizinischen Gründen notwendig sein, wie bei absoluten Indikationen. Relative Indikationen können als Entscheidungsgrundlage dienen.
  • Der Kaiserschnitt-Termin wird individuell berechnet und erfordert eine gründliche Vorbereitung. Der Ablauf am OP-Tag ist standardisiert.
  • Ein geplanter Kaiserschnitt bietet Planbarkeit und geringere Risiken für Mutter und Kind, kann aber auch Komplikationen haben. Der Umgang mit Vorurteilen und "Momshaming" ist wichtig.

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1/9 Was ist ein geplanter Kaiserschnitt und welche Arten gibt es? Für alles Wissenswerte rund um das Thema geplanter Kaiserschnitt , schau gerne hier vorbei.

Geplanter Kaiserschnitt vs. Wunschkaiserschnitt

Ein geplanter Kaiserschnitt ist eine medizinische Notwendigkeit, während ein Wunschkaiserschnitt eine persönliche Entscheidung der Mutter ist. Ein geplanter Kaiserschnitt wird aus medizinischen Gründen durchgeführt, um das Leben der Mutter oder des Kindes zu schützen. Ein Wunschkaiserschnitt wird durchgeführt, weil die Mutter keine natürliche Geburt wünscht.

Es ist wichtig zu verstehen, dass ein Kaiserschnitt ein chirurgischer Eingriff ist und mit Risiken verbunden ist. Beide Arten von Kaiserschnitten sollten sorgfältig geplant und diskutiert werden, um die bestmögliche Entscheidung für die Gesundheit von Mutter und Kind zu treffen.

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2/9 Gründe für einen geplanten Kaiserschnitt

Absolute Indikationen

Manchmal gibt es medizinische Gründe, die einen geplanten Kaiserschnitt unumgänglich machen. Diese sogenannten absoluten Indikationen können zum Beispiel bei einer Plazenta praevia, einer Beckenendlage oder bei einem vorherigen Kaiserschnitt auftreten. In diesen Fällen ist eine vaginale Geburt zu riskant und der Kaiserschnitt die sicherere Alternative.

Auch bei einer drohenden Frühgeburt oder einem Notfall während der Schwangerschaft kann ein geplanter Kaiserschnitt notwendig werden. Die Entscheidung für einen Kaiserschnitt wird immer individuell getroffen und von einem erfahrenen Arzt begleitet. Wichtig ist, dass die werdende Mutter immer gut über die Gründe und Risiken des Eingriffs informiert ist und sich auf eine professionelle Betreuung verlassen kann.


Wenn eine Schwangerschaft komplikationsbedingt einen Kaiserschnitt erfordert, ist es wichtig, sich gut darauf vorzubereiten. In diesem Video erfährst du, worauf du bei einem geplanten Kaiserschnitt achten solltest, um dich und dein Baby bestmöglich zu schützen.

Relative Indikationen

Es gibt viele Gründe, warum eine Schwangere einen geplanten Kaiserschnitt haben sollte. Einige dieser Gründe sind absolute Indikationen wie eine Plazenta praevia oder eine frühere Operation am Uterus. Andere Gründe sind relative Indikationen, die von der individuellen Schwangerschaft abhängen.

Hier kann eine vorherige schwere Geburt oder ein zu kleines Becken der Mutter eine Rolle spielen. Auch wenn das Baby in einer Steißlage liegt, kann ein geplanter Kaiserschnitt die beste Option sein. In diesen Fällen ist es wichtig, dass die Schwangere mit ihrem Arzt alle Optionen bespricht und die beste Entscheidung für sich und ihr Kind trifft.

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass ein geplanter Kaiserschnitt immer noch ein chirurgischer Eingriff ist und mit Risiken verbunden sein kann. Daher sollten Schwangere immer alle Faktoren berücksichtigen, bevor sie sich für einen geplanten Kaiserschnitt entscheiden.

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3/9 Der passende Zeitpunkt für einen geplanten Kaiserschnitt

Kaiserschnitt Termin berechnen

Für werdende Mütter, die einen geplanten Kaiserschnitt wünschen, ist es wichtig, den richtigen Zeitpunkt für den Eingriff zu wählen. Der Termin für den Kaiserschnitt wird in der Regel gemeinsam mit dem behandelnden Arzt festgelegt. Hierbei müssen verschiedene Faktoren berücksichtigt werden, wie zum Beispiel der Geburtstermin des Kindes und der Gesundheitszustand der Mutter.

Um den optimalen Zeitpunkt zu berechnen, wird oft die Schwangerschaftswoche der Mutter herangezogen. So kann der Kaiserschnitt in der Regel zwischen der 38. und 40. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden.

Doch auch individuelle Faktoren wie der Verlauf der Schwangerschaft und mögliche Risiken werden bei der Entscheidung berücksichtigt. Daher ist es wichtig, gemeinsam mit dem Arzt den passenden Termin für den geplanten Kaiserschnitt zu finden.

Vor- und Nachteile eines geplanten Kaiserschnitts für Mutter und Kind - Tabelle

Vor- und Nachteile eines geplanten Kaiserschnitts für Mutter und Kind
Vorteile für die Mutter:
Planbarkeit des Geburtszeitpunkts, was berufliche und familiäre Planungen erleichtert
geringeres Risiko für Geburtsverletzungen, wie Dammriss oder -schnitt
geringeres Risiko für Stressinkontinenz, da der Beckenboden geschont wird
geringeres Risiko für Blasenfunktionsstörungen durch die Entlastung der Blase während des Kaiserschnitts
geringeres Risiko für Analthrombosen, da der Druck auf das Gewebe im Beckenbereich reduziert wird
Nachteile für die Mutter:
längere Erholungszeit nach dem Eingriff, da es sich um eine Bauchoperation handelt
höheres Risiko für Blutungen und Infektionen, die bei jeder Operation auftreten können
höheres Risiko für Thrombose durch die eingeschränkte Bewegungsmöglichkeit nach dem Eingriff
Vorteile für das Kind:
geringeres Risiko für Trauma während der Geburt, da es sich um einen kontrollierten Eingriff handelt
geringeres Risiko für Frühgeburten, da der Geburtszeitpunkt geplant werden kann
geringeres Risiko für Atembeschwerden, da das Kind nicht durch den Geburtskanal gepresst wird
Nachteile für das Kind:
höheres Risiko für Atemnotsyndrom, da die Lungenreifung durch den natürlichen Geburtsvorgang angeregt wird
höheres Risiko für Asthma im späteren Leben aufgrund der veränderten Darmflora, die sich durch den natürlichen Geburtsvorgang entwickelt
höheres Risiko für Diabetes im späteren Leben durch die veränderte Darmflora, die sich durch den natürlichen Geburtsvorgang entwickelt

4/9 Vorbereitungen für einen geplanten Kaiserschnitt

Vor dem Kaiserschnitt-Termin

Um den bevorstehenden Kaiserschnitt-Termin optimal vorzubereiten, gibt es ein paar wichtige Dinge zu beachten. Zunächst ist es wichtig, mit dem behandelnden Arzt oder der Ärztin alle Fragen und Bedenken zu klären. Es kann hilfreich sein, sich eine Liste mit Fragen und Anliegen zu machen, um nichts zu vergessen.

Außerdem ist es ratsam, sich frühzeitig um die nötigen Vorbereitungen zu kümmern, wie beispielsweise die Organisation der Betreuung für ältere Geschwister oder Haustiere während des Krankenhausaufenthalts. Auch das Packen der Krankenhaustasche sollte rechtzeitig erfolgen, um im Ernstfall nichts zu vergessen. Zudem sollte man sich Gedanken über die Wahl der Narkose machen und gegebenenfalls eine Anästhesie-Vorbesprechung in Anspruch nehmen.

Auch die Wahl einer Begleitperson für den Tag des Kaiserschnitts sollte frühzeitig geklärt werden. Insgesamt gilt es, sich gut auf den bevorstehenden Kaiserschnitt-Termin vorzubereiten, um möglichst entspannt und stressfrei in den OP gehen zu können.

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5/9 Ablauf eines geplanten Kaiserschnitts

Am OP-Tag

Am OP-Tag wird der geplante Kaiserschnitt durchgeführt. Die Schwangere muss nüchtern sein und wird vor dem Eingriff noch einmal gründlich untersucht. Mehr wissen über Schwangerschaft? Dann schau doch mal auf dieser Seite vorbei. In der Regel wird eine Regionalanästhesie durchgeführt, bei der die Schwangere bei vollem Bewusstsein ist.

Der Bauch wird desinfiziert und der Arzt schneidet die Gebärmutter auf. Das Baby wird vorsichtig herausgeholt und die Nabelschnur durchtrennt. Anschließend wird die Plazenta entfernt und der Bauch vernäht.

Der Eingriff dauert etwa 30 bis 60 Minuten. Nach dem Kaiserschnitt wird die Schwangere noch einige Stunden engmaschig überwacht, bevor sie auf eine Station verlegt wird.

Alles was du über geplante Kaiserschnitte wissen musst

  • Ein geplanter Kaiserschnitt ist eine Operation, bei der das Baby durch einen Schnitt in die Gebärmutter geholt wird.
  • Es gibt zwei Arten von Kaiserschnitt: den geplanten Kaiserschnitt und den Notkaiserschnitt.
  • Ein geplanter Kaiserschnitt wird durchgeführt, wenn es medizinische Gründe gibt, die eine normale Geburt gefährden.
  • Es gibt absolute Indikationen (z.B. Placenta praevia) und relative Indikationen (z.B. Beckenendlage), die einen Kaiserschnitt notwendig machen können.
  • Der passende Zeitpunkt für einen geplanten Kaiserschnitt wird individuell festgelegt und hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie dem Alter des Babys oder dem Gesundheitszustand der Mutter.
  • Ein geplanter Kaiserschnitt birgt wie jeder chirurgische Eingriff Risiken und Nachteile, aber auch Vorteile wie Planbarkeit und ein geringeres Risiko für Mutter und Kind.

6/9 Risiken und Nachteile eines geplanten Kaiserschnitts

Mögliche Komplikationen

Ein geplanter Kaiserschnitt kann eine sichere Option für Mütter und Kinder sein, aber wie bei jeder Operation gibt es auch Risiken. Mögliche Komplikationen können Blutungen, Infektionen oder Verletzungen des Kindes sein. Mütter können auch Probleme mit der Wundheilung oder der Anästhesie haben.

Es ist wichtig, diese Risiken mit Ihrem Arzt zu besprechen und alle Fragen zu stellen, die Sie haben. Obwohl es beängstigend sein kann, sich einer Operation zu unterziehen, können geplante Kaiserschnitte eine gute Option für Frauen sein, die aus medizinischen Gründen gebären müssen. Es ist wichtig, sowohl die Vor- als auch die Nachteile sorgfältig abzuwägen und eine informierte Entscheidung zu treffen.

Wenn du dich für die Einlagerung des Nabelschnurbluts deines Babys interessierst, findest du in unserem Artikel "Nabelschnurblut einlagern Kosten" alle wichtigen Informationen und Empfehlungen.

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7/9 Vorteile eines geplanten Kaiserschnitts

Planbarkeit und geringeres Risiko für Mutter und Kind

Ein geplanter Kaiserschnitt bietet sowohl der Mutter als auch dem Kind viele Vorteile. Einer der größten Vorteile ist die Planbarkeit des Eingriffs. Die Eltern können sich auf den Termin vorbereiten und sicher sein, dass sie im Krankenhaus gut betreut werden.

Ein weiterer Vorteil ist das geringere Risiko für Komplikationen während der Geburt. Da der Eingriff geplant ist, haben die Ärzte mehr Zeit, um sich auf den Eingriff vorzubereiten und mögliche Risiken zu minimieren. Auch für das Baby ist ein geplanter Kaiserschnitt oft weniger stressig als eine vaginale Geburt.

Der Eingriff bietet also eine sichere und kontrollierte Möglichkeit, um das Baby auf die Welt zu bringen.

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8/9 Umgang mit "Momshaming" und Vorurteilen

Mütter, die sich für einen geplanten Kaiserschnitt entscheiden, werden oft von anderen Müttern kritisiert und verurteilt. Dieses "Momshaming" kann schwer zu ertragen sein, aber es gibt Möglichkeiten, damit umzugehen. Es ist wichtig zu verstehen, dass jede Frau das Recht hat, ihre Geburtserfahrung zu wählen, die am besten zu ihr und ihrem Baby passt.

Es spielt keine Rolle, ob es ein geplanter Kaiserschnitt oder eine natürliche Geburt ist. Jede Entscheidung sollte respektiert werden. Wenn du mit Vorurteilen konfrontiert wirst, versuche ruhig zu bleiben und gib keine Rechtfertigungen ab.

Stehe zu deiner Entscheidung und denke daran, dass es dein Körper und dein Baby sind. Es kann auch helfen, sich mit anderen Müttern in ähnlichen Situationen zu verbinden und sich gegenseitig zu unterstützen. Letztendlich geht es darum, was für dich und dein Baby am besten ist und niemand sollte dir das Gefühl geben, dass du falsch liegst.

Alles was du über einen geplanten Kaiserschnitt wissen musst: Von den verschiedenen Arten bis zur optimalen Vorbereitung

  1. Informiere dich über die verschiedenen Arten von Kaiserschnitt
  2. Erkunde die Gründe für einen geplanten Kaiserschnitt
  3. Finde den passenden Zeitpunkt für den Kaiserschnitt-Termin
  4. Bereite dich auf den Kaiserschnitt vor und kläre offene Fragen mit deinem Arzt

9/9 Fazit zum Text

Ich hoffe, dieser Artikel über den geplanten Kaiserschnitt hat dir alle wichtigen Informationen gegeben, die du gesucht hast. Egal aus welchem Grund du dich für einen geplanten Kaiserschnitt entscheidest, es ist wichtig, dass du dich gut vorbereitest und alle Risiken und Vorteile abwägst. Wir möchten dich ermutigen, dich nicht von Vorurteilen oder "Momshaming" beeinflussen zu lassen, sondern deine eigene Entscheidung zu treffen.

Wenn du weitere Artikel zu diesem Thema lesen möchtest, schau gerne bei unseren anderen Artikeln zum Thema Schwangerschaft und Geburt vorbei.

FAQ

Wie viel Tage vor ET geplanter Kaiserschnitt?

Wann wird der Termin für einen geplanten Kaiserschnitt festgelegt? Der ideale Zeitpunkt für einen Kaiserschnitt ist so nah wie möglich am errechneten Geburtstermin. In vielen Fällen wird der Termin jedoch etwa 2 Wochen vorher angesetzt, um unnötige Risiken zu vermeiden.

In welcher Woche macht man einen geplanten Kaiserschnitt?

Wenn ein Kaiserschnitt durchgeführt wird, hat dies Auswirkungen auf das Kind, je nachdem wann er stattfindet, ebenso wie bei einer natürlichen Geburt. Es ist heutzutage üblich, den Kaiserschnitt möglichst nahe an dem errechneten Geburtstermin durchzuführen, nämlich ab der abgeschlossenen 39. Schwangerschaftswoche. Prof. Dimpfl hat das so erklärt.

Hat man bei einem geplanten Kaiserschnitt Wehen?

Wenn es dir und deinem Baby gut geht, sollte ein geplanter Kaiserschnitt erst nach der 39. Schwangerschaftswoche erfolgen. Denn es kann vorkommen, dass du schon vor dem geplanten Kaiserschnitt-Termin spontan Wehen oder einen Blasensprung hast. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass in manchen medizinischen Fällen dein Arzt oder deine Ärztin eventuell einen früheren geplanten Kaiserschnitt empfehlen kann. Sobald du Fragen oder Bedenken hast, solltest du dich immer an deinen Arzt oder deine Ärztin wenden.

Kann man auf Wunsch einen Kaiserschnitt bekommen?

Vielleicht hast du schon von Wunschkaiserschnitten gehört und fragst dich, warum manche Frauen sich dafür entscheiden. Ein Grund kann sein, dass sie nach der Geburt ihres Kindes im Intimbereich unverletzt bleiben möchten. Andere Frauen sorgen sich darüber, dass sie später mit sexuellen Problemen oder Inkontinenz zu kämpfen haben könnten. Natürlich hat jeder individuelle Gründe, warum er sich für einen Wunschkaiserschnitt entscheidet. Wenn du darüber nachdenkst, solltest du dich unbedingt von deinem Arzt beraten lassen und alle Vor- und Nachteile abwägen.

Wie lange bleibt der Katheter nach Kaiserschnitt?

Du suchst nach Informationen zu Blasenkathetern? Ich kann dir sagen, dass der Katheter in der Regel nach circa zwei Stunden problemlos entfernt werden kann. Bei Frauen besteht oft die Möglichkeit, dass sie schon früher wieder aufstehen und nach etwa vier Tagen aus dem Krankenhaus entlassen werden können. Wenn du noch mehr Fragen zum Thema hast, lass es mich gerne wissen!

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